Das Hauswasserwerk ist zu laut – was tun?

Hauswasserwerk-zu-lautWie bei allen elektrischen oder mechanischen Geräten wird bei Inbetriebnahme die Geräuschkulisse gesteigert. Bei Hauswasserwerken wird die
Geräuschkulisse durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die wir im nachfolgenden Artikel ausführlich erläutern.

Was beeinflusst die Lautstärke eines Hauswasserwerks?

Vor dem Kauf ist in erster Linie der Einsatzzweck abzuklären um die Herausforderungen an das zukünftige Hauswasserwerk zu definieren. Je nach Standort des Hauswasserwerkes sollte das Gerät möglichst leise arbeiten. Die Lautstärke eines Hauswasserwerks ist somit von folgenden Faktoren abhängig:

  • Art der Pumpe
  • Installationsort (Umgebung und Untergrund)
  • Herstellerqualität
  • Größe des Druckbehälters

Die Lautstärkeentwicklung eines Hauswasserwerkes (HWW) wird in dB(A) gemessen. In unserem Hauswasserwerk Vergleich haben wir die jeweiligen Werte aufgelistet. Je nach Art und Hersteller des Hauswasserwerkes kann das Geräuschniveau variieren. Bei einem Hauswasserwerk werden folgende Pumpenarten eingesetzt:

Arten von Hauswasserwerken

  • Ein,- oder mehrstufige Kreiselpumpen
  • Kreiselpumpen als Tauchpumpen
  • Kolbenpumpen (Saugpumpen)

Kreiselpumpen sind die weltweit am häufigsten eingesetzten Pumpen. Dieser Pumpentyp arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip. Hierzu sind hohe Drehzahlen erforderlich, d.h. insbesondere bei leistungsstarken Kreiselpumpen ist mit einer gesteigerten Geräuschentwicklung zu rechnen.  Das Funktionsprinzip einer Kreiselpumpe ist relativ simpel: Über ein Laufrad wird das Wasser in Rotation gebracht, wobei das Wasser an die Gefäßwand gedrückt. wird. Kreiselpumpen nutzen so die Fliehkraft, weshalb diese auch als Zentrifugalpumpen bezeichnet werden. Der Vorteil von mehrstufigen Pumpen besteht darin, dass sie im Verhältnis zum Förderstrom eine große Förderhöhe bewältigen. Mehrstufige Pumpen werden vor allem bei hochwertigen Hauswasserwerk-Modellen eingesetzt.

Tauchpumpen kommen bei Hauswasserautomaten (HWA) zum Einsatz. Bei diesen Geräten entfällt der Druckkessel und somit auch etwas höhere Instandhaltungsaufwendungen für die Druckmembrane.  Die gängigen Hauswasserautomaten haben einen Trockenlaufschutz. Im Wasserreservoir (Brunnen oder Zisterne) Eine Tauchpumpe erzeugt eine deutlich reduzierte Geräuschentwicklung.

Umgebung und Untergrund zur Inbetriebnahme eines Hauswasserwerks

Bei der Installation eines Hauswasserwerks sollte darauf geachtet werden, dass das Hauswasserwerk an einem trockenen und wettergeschütztem Ort aufgestellt wird. Eine unterirdische Hauswasserwerk-Grube hätte den Vorteil, dass Geräusche auf ein äußerst niedriges Niveau reduziert und die Pumpe ganze Zeit über – auch in den Wintermonaten – in Betrieb bleiben kann. Die notwendigen Voraussetzungen können Sie in diesem Ratgeberartikel entsprechend nachlesen. Desweiteren sollte das Hauswasserwerk so installiert werden, dass weder Fundament noch tragende Bauteile angegrenzt werden. Dies würde zu Vibrationen führen, die i.d.R. im gesamten Haus zu spüren wären.

Größe des Druckbehälters

Ein größerer Druckbehälter reduziert nur indirekt die Geräuschentwicklung eines Hauswasserwerks. Ein Druckbehälter besteht aus zwei Kammern: In der einen, geschlossenen Seite ist der Behälter mit einem Gas wie Stickstoff oder Sauerstoff befüllt, die andere Kammer des Ausdehnungsgefäßes wird mit Wasser befüllt. Der Druckbehälter sorgt also dafür, wie lange der Pumpenmotor laufen muss und bei welcher Wasserentnahmemenge dieser angeschaltet wird. Folglich, je größer der Druckbehälter desto weniger läuft die Hauswasserwerkpumpe. Größere Druckbehälter können selbstverständlich online oder im Fachhandel als Ersatz,- und Zubehörteile nachbestellt werden.

Tipps zur Installation

Um ein Hauswasserwerk so leise wie möglich zu betreiben, müssen Sie bei der Montage einige Punkte beachten:

  • Das Hauswasserwerk sollte nicht direkt an der Wand befestigt werden, da ein sogenannter „Lautsprechereffekt“ die Geräuschentwicklung verstärken kann
  • Raumdämmung: Mit Hilfe von Glas,- oder Steinwolle sowie  diversen Verbundschaumstoffen und Bitumenfolien lässt sich die Betriebslautstärke entsprechend regulieren
  • Keine Montage des Hauswasserwerks in einer gedämmten Kiste
  • Lüftung / Lüfterrad muss jederzeit freigehalten werden
  • Auf die Qualität und Erfahrung namhafter Hersteller setzen

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